Einführende Gedanken

Einführende Gedanken des 1. Vorsitzenden. Im Laufe der letzten 40 Jahre haben sich die Schwerpunkte im Aufgabenbereich des Waldbauvereins nicht verändert, vielmehr in wesentlichen Punkten verlagert. Vorrangiges Ziel war und ist, dem Privatwaldbesitzer Hilfestellung durch Beratung durch Forstbeamte und konkrete Unterstützung durch die Vorstandschaft zu geben. Standen anfangs die Aufforstung freier Ackerflächen und die Bestandspflege im Vordergrund, so konzentriert sich heute die Arbeit der Waldbesitzer, des Vereins und der betreuenden Forstleute nun schon auf die Durchforstung, teilweise auch bereits auf den Holzeinschlag und dessen Vermarktung. Wer von den Älteren unter uns mit offenen Augen durch unsere Gemarkungen geht, sieht die Veränderungen, die in den letzten 40 – 50 Jahren unsere Landschaft erfahren hat. Statt versteppter Freiflächen sind ansehnliche Waldbestände gewachsen. Dabei ist ganz besonders wichtig, dass der Anfangsfehler, reine Nadelholzkulturen zu Pflanzen, abgestellt wurde. Mittlerweile prägen Mischkulturen oder auch reine Laubholz-anpflanzungen mit Roteiche, Wildkirsche, Ahorn usw. unseren Wald, der dadurch nicht nur eine abwechslungsreichere Optik bietet, sondern den Grundsätzen der naturnahen Waldwirtschaft entspricht und vor allem eher der zunehmenden Erderwärmung mit ihren negativen Folgen trotzt.Ein effektives Kümmern um den eigenen Wald ist den Mitgliedern unserer FBG nur in Zusammenarbeit mit den Fachleuten möglich. Viele Mitgliederfamilien der Gründungsjahre haben das Vermächtnis gegenüber dem eigenen Waldbesitz, aber auch gegenüber einer intakten Natur und Umwelt noch nicht an die nachfolgende Generation übertragen. Es wäre unverantwortlich, wenn sich die begonnene Arbeit künftig selbst zunichte machen würde.Wir alle können stolz sein auf das, was jeder einzelne im Verlaufe der letzten 40 Jahre in seinen eigenen Wäldern und damit auch im Dienste der Nachhaltigkeit geleistet hat.